Wir lassen die Pilzwelt im Heuckenlock genau untersuchen, um mehr über die Boden- und Standortverhältnisse dort zu erfahren. Die Erkenntnisse wollen wir beim Anpflanzen neuer Auwälder nutzen.
Tideauwälder sind hoch spezialisierte und inzwischen sehr seltene Lebensräume. Wir unterstützen deshalb die Entwicklung von Auwald-Bereichen an der Tideelbe. An geeigneten Stellen pflanzen wir z. B. typische Gehölze, wie Flatterulme und Schwarzpappel.
Die Pilzwelt in solchen Wäldern ist bislang kaum untersucht. Unsere Hypothese: Pilze, die in Gemeinschaft mit Gehölzen leben – sogenannte Symbiosepilze – könnten neu angepflanzte Auwälder beim Anwachsen unterstützen. Zum Beispiel könnten dafür Baumsetzlinge mit einer speziellen Pilztinktur behandelt werden.
Von 2025 bis 2027 lassen wir die Pilzvielfalt an sechs Standorte im Naturschutzgebiet Heuckenlock – einem Süßwasser-Auwald in Hamburg – erforschen. Ein Team von Pilzfachleuten sammelt, bestimmt und dokumentiert die gefundenen Pilzarten. Aus den Ergebnissen ziehen die Experten unter anderem Rückschlüsse auf die Struktur der Mykorrhiza – also das Zusammenspiel der Pilze mit den Feinwurzeln der Pflanzen – sowie den Zustand des Lebensraums und seiner Pflanzenwelt.
Eindrücke unserer Pilzexperten aus dem Heuckenlock